Triggerwort Transformation
Kurzer Gedanke zum Weg unserer Gesellschaft
Es gibt für mich ein Wort, das mich enorm triggert: TRANSFORMATION.
Denn auch, wenn so getan wird, als ob die Umstände und die Erkenntnis uns als Gesellschaft, Industrie, Kirche, etc. in eine bestimmte Richtung drängen, in die wir zu gehen haben, bleibt der Eindruck, dass es sich hier nicht um einen organisch wachsenden Entscheidungsweg handelt.
Denn Transformation ist ein geplanter Prozess, um einen IST-Zustand zu einem SOLL-Zustand hin zu verändern. Und ich frage mich an vielen Stellen:
WAS IST DER SOLL-ZUSTAND UND WER DEFINIERT DEN EIGENTLICH?
Was ist der gesellschaftliche SOLL-Zustand?
Was ist der kirchliche SOLL-Zustand?
Was ist der politische SOLL-Zustand?
etc.
Und inwiefern sind wir eigentlich noch lebendige Gesellschaft, Demokratie oder Gemeinschaft, wenn schon klar ist, wo die Reise hinzugehen hat?
Sicher ist es sinnvoll, Ziele zu definieren, um heute daran zu arbeiten. Die große Frage bleibt dennoch, wer in diesem Land diese Ziele definiert? Was würden eigentlich die Bürger als Ziele definieren? Und an welcher Stelle sind solche Überlegungen eigentlich noch möglich? Selbst bei Wahlen wählen wir ja nur die Ziele von Parteien, mit denen wir am meisten übereinstimmen. Doch eine grundlegende Überlegung findet gar nicht mehr statt. Vielmehr sind wir in der Reaktion und stolpern in Loipen dem Geschehen hinterher.
Wäre es nicht an der Zeit, sich einzugestehen, dass wir uns verrannt haben? Wäre es nicht an der Zeit mal anzuhalten und ganz in Ruhe darüber nachzudenken, wie wir leben und was für Menschen wir sein wollen?



